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Handel: Protest am Montag

Bocholt. (fren) Hilferuf aus dem Handel: Anfang der Woche machten Werbe- und Straßengemeinschaften mit einem über die Wirtschaftsförderung gemeinsam formulierten Schreiben an Bund, Land, Kreise und Kommune auf die dramatische Situation durch den zweiten Lockdown aufmerksam. Mit einer Protestaktion am Montag, 18. Januar, bittet der Handel erneut um Gehör.
Der seit Mitte Dezember bestehende und nun verlängerte sogenannte harte Lockdown trifft den Einzelhandel in den Innenstädten drastisch. „Es ist eine Katastrophe“, so Mechtild Hoffs, Matthias Funke und Dirk Schönicke vom Vorstand der Bocholter Werbe­gemeinschaft.

„Viele private Handelsunternehmen kämpfen aufgrund des weggefallenen   Weihnachtsgeschäftes und aufgrund von vollen Lagerräumen um ihre Existenz – auch in Bocholt.“ Landesweit weist der Handelsverband Deutschland (HDE) mit der Aktion „Wir machen AUF_merksam“ deutlich auf die sehr schwierige Situation hin. 65 Prozent des stationären Einzelhandels seien laut HDE durch die Pandemie-Maßnahmen unmittelbar betroffen. Es drohe nicht nur das AUS dieser Betriebe, sondern es gleiche einem staatlich angeordneten Berufsverbot. Viele Händler, insbesondere in der Modebranche, handelten mit „verderblicher“ Ware. Wenn die für die laufende Saison eingekaufte Ware nicht verkauft werde, so müsse sie nahezu komplett abgeschrieben werden.
„Es geht eben nicht nur darum, einen Teil der Fixkosten zu erstatten“, so die Vorstandsmitglieder der Werbegemeinschaft Bocholt. „Der viel größere Verlust ist der Warenbestand, der Tag für Tag ein größeres Loch in die Reserven reißt. Bei vielen sind die Reserven nach dem mehrfach wiederholten Lockdown restlos aufgebraucht.“
Gemeinsam Reichweite und Gehör schaffen, das ist das Ziel des Protests, zu dem die Händler in Bocholt am kommenden Montag, ab 12 Uhr, aufgerufen sind.

 

„Schade, dass das in Bocholt nicht läuft“

Stadtpartei-Verkehrsexperte Michael Nyenhuis über die mobile Zukunft Bocholts

Bocholt. (jga) Michael Nyenhuis ist in Bocholt vielen ein Begriff. Entweder hat man bei ihm in seiner eigenen Fahrschule, die er seit den 80er Jahren in Bocholt betreibt, das Autofahren erlernt oder aber man kennt ihn als Gründungs- und Parteimitglied der Stadtpartei. Die Schwerpunkte seines lokalpolitischen Engagements liegen bei Stadtverkehr und Bürgermobilität – beides zur Zeit brandaktuelle Themen.

Hobbygärtner und Naturliebhaber in Hamminkeln gesucht!

Hamminkeln. (jga) Die Infektionszahlen steigen weiter, es ist vorerst kein Ende der Pandemie in Sicht. Schon der erste Lockdown im März/April des letzten Jahres hat uns deutlich gezeigt, wie schwer es mitunter sein kann, tagein tagaus in der eigenen Bude zu hocken – ohne Besuch oder Kontakt zu anderen Menschen. Hat man zusetzlich keinen privaten Outdoor-Bereich wie Balkon, Terrasse oder Garten und ist auch das nächste Naherholungsgebiet bereits mehrere Kilometer vom Zuhause entfernt, dann schlägt die Situation einem schnell auf das Gemüt. Es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass frische Luft und Sonnenschein Körper und Geist gut tun.
Für Bürgerinnen und Bürger aus Hamminkeln und Umgebung gibt es da bald vielleicht eine Alternative, die Abhilfe schaffen kann. Die Inititative „SINNvoll Natur“ sucht gleich zu Beginn dieses neuen Jahres nach Interessenten, die gerne eine eigene Gartenparzelle anmieten würden. Die Parzellen sind jeweils 40 Quadratmeter groß und zum Anbau sowohl von Gemüse als auch Blumen geeignet. Die Pachtgärten befinden sich auf einer gut erreichbaren Fläche im Raum Dingden-Berg und können jeweils für die Dauer einer Saison gemietet werden.
Die einzelnen Parzellen werden durch die Mitglieder der Initiative insoweit vorbereitet, dass der Boden bei Übergabe fertig für die Aussaat beziehungsweise das Bepflanzen mit Kulturen der eigenen Wahl ist. Wasser zum Bewässern und Gießen wird ebenfalls vor Ort bereit gestellt.
Die Garten-Saison beginnt bei „SINNvoll Natur“ am 1. April und endet Ende Oktober.
Also: Wer keine Lust mehr auf Stubenhockerei hat, wer keinen oder nur einen zu kleinen Garten Zuhause hat, wer immer schon mal eigenes Gemüse anpflanzen und ernten wollte oder wer für schöne Frühlingstage und laue Sommerabende seine eigene Blumenwiese und sein eigenes Fleckchen Grün sucht, der kann sich per E-Mail via SINNvollNatur@gmx.de bei der Hamminkelner Initiative melden und sein Interesse an einer Parzelle bekunden.

 

Vision soll Wirklichkeit werden

 

Aktuell ist das Parzellen-Projekt in Dingden-Berg  noch eine Vision. Die „SINNvoll Natur“-Initiative startet daher einen Aufruf, um zu erfahren, ob und wenn ja wie viele Interessenten es für die Pacht der 40 Quadratmeter großen Gärten gibt. Die tatsächliche Umsetzung der Idee ist auf eine Mindestteilnehmerzahl angewiesen, heißt es von Seiten der „SINNvoll Natur“-Mitglieder, sonst könne das Projekt leider nicht zu Stande kommen.
Zunächst liegt der Ball also im Feld der Hobbygärtner und Naturfans: Je mehr Bürgerinnen und Bürger ihr Interesse bekunden, desto höher ist die Chance schon in nicht allzu ferner Zukunft eine Rückmeldung auf seine E-Mail zu bekommen, mit der Einladung, sich eine Garten-Parzelle in Hamminkeln mieten zu können.
Und dann kann es auch schon los gehen und Kartoffeln, Tomaten, Kohlrabi, Salat, Radieschen, Erdbeeren und Kürbis gepflanzt werden. Geschützt wird das eigene Gemüse etwa vor Wildfraß übrigens durch einen Zaun.

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