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„Europe rocks Bocholt!“

Die Eurocamp Band bei den Proben mit Lehrer Jan Schulz (oben links im blauen Shirt) und Musikschulleiterin Claudia Borgers (oben rechts mit schwarzer Bluse)

Von Klaus Rühling

 

Bocholt. Musikfetzen schallen aus den Räumen der Musikschule. Es ist heiß, man sagt, es sei ein Jahrhundertsommer, fast so wie 2003. Natürlich sind da die Fenster auf. Man hört Schlagzeug, E-Bass und ... Geigen. Geigen? Ja, Geigen. Für eine Musikschule nichts Ungewöhnliches, denkt sich der unbeteiligte Zuhörer. Wer jedoch weiß, dass hier gerade die Band vom diesjährigen Europacamp probt, der wundert sich dann doch. Geigen würde man jetzt in einer modernen Rockband nicht so schnell vermuten.
„Das ist ja das Tolle am Europacamp“, sagt die Leiterin der Musikschule Bocholt-Isselburg, Claudia Borgers, „rund vierzig Kinder und Jugendliche aus sieben Nationen, teils aus unseren Partnerstädten, sind für eine Woche in Bocholt und musi- zieren mit den unterschiedlichsten Instrumenten und tanzen in den unterschiedlichsten Stilen.“ Finanziert und gefördert vom europäischen Jugendbildungsprojekt Erasmus+ sowie der Stadt Bocholt bereiten sich - zusammen mit den vierzig Kindern des Bocholter Kulturrucksacks, die für ihr Tanzprojekt arbeiten - also etwa achtzig Kids unter der Leitung von Musik- und Tanzlehrern auf ihren großen Auftritt im Textilwerk vor.

Lesen Sie mehr in der Print- oder der Online-Ausgabe von Samstag, 21. Juli 2018.

Einweihung der     „Omega Tomaten-Allee“

Tomatenkönig Heinz und -königin Alwine Niehaus mit dem neuen „Straßenschild“. Foto: Klaus Rühling

Bocholt. (Rü) Wenn der Tomatenkönig morgen, am Sonntag, ab 13 Uhr seine Pforten zum 10-jährigen Bestehen des Kräutergartens  an der Sachsenstraße öffnet, dann wird Moderator Jörg Honsel nicht nur die Arbeit von Tomatenkönig Heinz Niehaus sowie die Ziele und Aufgaben der Bocholter Hospizstiftung Omega vorstellen. Der kleinste Moderator Bocholts wird sicher auch die passenden Fragen und Anmerkungen bei der Einweihung der neuen „Tomaten-Allee“ haben.

„Ich hatte den Wunsch, auch nach außen hin die Verbundenheit zwischen dem Kräutergarten und Omega zu demonstrieren“, erzählt Heinz Niehaus, „ich habe mich dann mit meiner Familie und Freunden beraten und wir kamen auf die Idee, ein Straßenschild mit der Omega Tomaten-Allee anzufertigen.“ Das Schild ist fertig und am Sonntag wird der Tomatenkönig zusammen mit Vertretern von Omega das neue Hinweisschild anbringen. Jährlich spendet Heinz Niehaus die Erlöse aus seinem Kräutergarten an die Hospizstiftung, die zurzeit an einem eigenen Haus baut. „Unsere Spenden sollen ihren kleinen Teil dazu beitragen, dass das Haus finanziert werden kann“, sagt der Tomatenkönig. Und darum hofft er am Sonntag auf gutes Wetter und ganz viele Besucher, die zu den Klängen von Six Pack und der Moderation von Jörg Honsel fleißig Tomaten, Chilis, Paprikas und Kräuter kaufen. Die Erlöse bekommt - wie seit 10 Jahren - Omega.

Endlich! Murat ist wieder da!

Schüchtern und noch nicht wieder ganz eingelebt: Seit zwei Wochen ist der 6-jährige Murat (hier mit seiner Mutter Serap) wieder daheim. Die Familie ist endlich wieder vereint. FOTO: Frentzen

Von Gabi Frentzen

 

Bocholt. Ganz eingelebt haben sich Mama Serap und Sohn Murat noch nicht. „Alles ist noch so... so durcheinander“, sagt die Bocholterin. „Man weiß gar nicht, was zuerst und zuletzt zu erledigen ist - und überhaupt...“ Kein Wunder. Seit zwei Wochen sind Mutter und Sohn nach über zwei Jahren Klinikaufenthalt wieder zuhause. Viele Monate des Hoffen, Bangens, und Wartens liegen hinter ihnen. Eine Zeit, die vor allem auch das Leben des kleinen Murat geprägt hat. „Endlich können wir wieder Familie sein“, sagt Serap und drückt dem Kleinen mit Tränen in den Augen liebevoll einen Kuss auf die Wange.
2016 musste Murat im Alter von vier Jahren ins Krankenhaus. Das bedeutete: Abschied nehmen von Familie und Freunden. Denn die Reise ging zur Spezialklinik nach Ulm. Murat brauchte eine Stammzellenspende.  Die Diagnose war bereits ein Schock für die Eltern. Dann auch noch die große Sorge: Findet sich ein geeigneter Spender? Doch der kleine Murat hatte  Glück. Zwei erwachsene Brüder hat der heute Sechsjährige, einer der beiden konnte tatsächlich helfen.

 

Lesen Sie weiter in der Print- oder der Online-Ausgabe vom 14. Juli.

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